Neuer Gentest für die „Spinale Muskelatrophie (SMA)“ bei der Rasse Maine Coon PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Felina e.V.   
Samstag, den 07. Juli 2007 um 23:00 Uhr
Liebe Mitglieder und Katzenfreunde,

Ab sofort steht bei der BIOFOCUS ein neuer wichtiger Gentest zur Verfügung. Die SMA ist in ihrer Symptomatik bei Züchtern und Tierhaltern vielfach nicht bekannt, was das rechtzeitige Erkennen dieser Erbkrankheit oftmals verhindert. Betroffene Katzen zeigen erste klinische Anzeichen im Alter zwischen 12 und 15 Wochen, die mit einer zunehmenden Muskelschwäche und Muskelschwund verbunden sind, sowie mit einer Degeneration der spinalen Motorneurone.

Die Vererbung der SMA folgt einem autosomal rezessiven Erbgang mit variabler Ausprägung der Symptome. Dies bedeutet, dass die Erkrankung nur bei reinerbig betroffenen Tieren (SMA/SMA) auftritt und daher beide Elterntiere Anlageträger sein müssen.

Untersuchungen im Labor der BIOFOCUS haben eindeutig gezeigt, dass die Mutation in der deutschen Maine Coon Population auftritt. Da mischerbige Anlageträger nicht erkranken, fallen diese Tiere zunächst nicht unmittelbar auf, sondern erst, wenn betroffene Kitten fallen. Die Häufigkeit der Mutation hat sicherlich noch nicht das Ausmaß der bekannten HCM-Mutation erreicht, weshalb die Wahrscheinlichkeit, dass zwei SMA-Anlageträger zufällig angepaart werden, begrenzt ist. Hier liegt aber die besondere Gefahr, dass sich die Mutation unbemerkt (wenn nicht rechtzeitig getestet wird) schnell ausbreiten kann und in Zukunft plötzlich das Auftreten betroffener Tiere schlagartig zunimmt, da immer mehr Anlageträger unentdeckt gezüchtet wurden. Um ähnlichen Entwicklungen wie bei der HCM vorzubeugen, ist es innvoll, frühzeitig mit dem Nachweis von Anlageträgern zu beginnen.

 

Ausführliche Informationen zur SMA finden Sie auf der BIOFOCUS-homepage.

 

Selbstverständlich gelten die Sonderkonditionen für Mitglieder der Felina e.V. auch für den neuen Gentest.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 29. Juni 2009 um 07:56 Uhr